E-Learning und Internetmarketing abilitYB Yvonne Berl

Bei der Erstellung von E-Learning achte ich immer auf die Lernstile der Personen. Dabei geht es nicht um die weit verbreitete Unterscheidung nach visuellem, audititvem und kinästhetischen Lerner. Während meiner Universitätszeit brachte eine Studie, dass über 90% der Studenten dem visuellen Lerntyp zuzuordnen waren. Unsere ganze Welt schult unsere visuelle Wahrnehmung, so dass dieses Ergebnis nicht verwunderlich ist. Aber deshalb hat diese Lerntypunterscheidung in meinen Augen auch wenig Sinn. Viel wichtiger ist doch die Art und Weise, wie ein Mensch Wissen am besten langfristig behält. Dies hat auch einen entscheidenden Vorteil, da der Unterscheidung nach visuellem, auditivem und kinästhetischem Lerner am Arbeitsplatz oft nicht Rechnung getragen werden kann.

Stattdessen bereite ich Lernthemen je nach Lernstil unterschiedlich auf, so dass jeder Lerntyp sich in seinem Komfortbereich aktiv in einer Lernumgebung beteiligen kann.

 

Meine verwendeten Lernstile und ihre Vorlieben sind angelehnt an das Modell Honey & Mumford (1992). Dieses umfasst:

          • Aktivisten (Lernen durch aktive, soziale Beteiligung)
          • Reflektierer (Lernen durch Beobachten)
          • Theoretiker (Lernen durch logische Schlussfolgerungen)
          • Pragmatiker (Lernen durch Umsetzen)

Ebenfalls eng verknüpft wende ich damit das 4 Component Instructional Modell an, welches folgende Bausteine für Lernumgebungen vorsieht:

              • Lernaufgaben, die eine komplette Sequenz trainieren
              • Teilaufgaben, die einzelne komplexe Abläufe trainieren
              • Hilfreiche Informationen zu den Aufgaben, Fallbeispiele, kognitives Feedback, Modelllernen
              • Ausführungsanleitungen zu Aufgaben, korrigierendes Feedback